Baugesuch für den Verenahof

Baden: Das Verenahofgeviert, wie die drei ehemaligen Badehotels Verenahof, Bären und Ochsen genannt werden, soll neu belebt werden.
Was lange währt, soll endlich gut werden. Nach Jahren der Ungewissheit und des scheinbaren Stillstands ist die Wiederbelebung des Verenahofgevierts in Baden einen entscheidenden Schritt weiter. Ursprünglich hätte auf dem Areal im Bäderquartier eine Rehabilitationsklinik entstehen sollen. Diese erwies sich schliesslich aber als nicht mit den Vorgaben des Denkmalschutzes vereinbar. Das Projekt wurde deshalb 2023 abgebrochen, wodurch das Gelände jahrelang brach lag. Nun hat die Bonacasa AG ein neues Baugesuch für die ehemaligen Hotels Verenahof, Bären und Ochsen eingereicht, wie die Stiftung Gesundheitsförderung Bad Zurzach + Baden mitteilt, die mitunter das «Fortyseven» in Baden besitzt. Statt der Klinik sollen dort nun 49 Wohnungen entstehen.
Mit der Einreichung des Baugesuchs konkretisiert sich die künftige Nutzung des historischen Verenahofgevierts in Baden. Grundlage dafür ist der im März zwischen der Eigentümerin Verenahof AG und der Stadt Baden abgeschlossene verwaltungsrechtliche Vertrag. In den letzten Monaten hat Bonacasa das Projekt gemeinsam mit den Planenden und in Abstimmung mit der kantonalen Denkmalpflege weiterentwickelt. Vorgesehen ist ein Wohn- und Lebensort nach dem Konzept «Wellness Living», der ein gesundes, aktives und selbstbestimmtes Älterwerden fördern soll.
In den drei ehemaligen Hotelgebäuden sind insgesamt 49 Wohnungen mit 1½ bis 5½ Zimmern geplant. Die Wohnungen sollen weitgehend hindernisfrei gestaltet und mit einem rund um die Uhr verfügbaren Notrufsystem ausgestattet werden. Ergänzt wird das Wohnangebot durch verschiedene Gesundheits- und Gemeinschaftsdienste. Dazu gehören unter anderem Fitness und Physiotherapie im Haus sowie ein direkter unterirdischer Zugang zur Therme Fortyseven. Auch die Angebote des Ärztehauses in der gegenüberliegenden Residenz 47 sollen einbezogen werden. Für die soziale Teilhabe sind ausserdem eine sogenannte Living Kitchen für gemeinsame Kochveranstaltungen sowie eine Concierge-Stelle vorgesehen, die als Anlaufstelle für Bewohnende, Gäste und Veranstaltende dient.
Erneuerung mit Umsicht
Im Rahmen des Umbaus soll die historische Bausubstanz weitgehend erhalten und sorgfältig in das neue Nutzungskonzept integriert werden. Das Aarauer Büro Frei Architekten AG ist für die architektonische Gestaltung zuständig. Dabei wird der bereits erstellte Rohbau der ursprünglich geplanten Rehabilitationsklinik genutzt. Gleichzeitig soll die künftige Nutzung stärker an die historische Bedeutung des Verenahofs als Ort der Gesundheit, der Erholung und der gesellschaftlichen Begegnung anknüpfen. Der restaurierte Elefantensaal soll künftig für Kulturveranstaltungen und private Anlässe zur Verfügung stehen. Auch ein Café mit Orangerie – ein Garten für Zitruspflanzen – und der Innenhof sind als Begegnungsorte vorgesehen. Die im Untergeschoss vorhandenen Quellen sollen als Zeugnisse der Badener Bädergeschichte erlebbar gemacht werden. Deren konkrete Inszenierung ist aber noch Gegenstand der weiteren Planung mit der Stadt Baden.
Hinter der Eigentümerin Verenahof AG steht die Stiftung Gesundheitsförderung Bad Zurzach + Baden. Bonacasa tritt als Bauherrin und künftige Betreiberin auf. Nach Vorliegen einer rechtskräftigen Baubewilligung sollen die Bauarbeiten innerhalb von sechs Monaten beginnen. Für die Umsetzung ist eine Bauzeit von etwa zwei Jahren vorgesehen.sim