Nationales Format aus Baden

Baden: Balanceakt zwischen Autorität und Emotionalität

In Baden erhalten junge Dirigierende eine Chance, sich zu beweisen.Bild: zVg
In Baden erhalten junge Dirigierende eine Chance, sich zu beweisen.Bild: zVg

Baden: Balanceakt zwischen Autorität und Emotionalität

An der 11. Ausgabe der Conducting Competition in Baden messen sich junge Talente aus der ganzen Schweiz am Dirigierstab.

Die Conducting Competition, früher unter dem Namen Schweizerischer Dirigentenwettbewerb bekannt, wurde 1993 von der Stadtmusik Baden ins Leben gerufen. Die Veranstaltung wird in der Regel alle drei Jahre durchgeführt und bedeutete schon für viele junge Dirigentinnen und Dirigenten den Start für eine erfolgreiche Karriere. Seit letztem Jahr wird der Wettbewerb unter der Federführung des Schweizer Blasmusikverbands und unter dem Label Swiss Windband Award (SWA) organisiert und durchgeführt. Künstlerischer Leiter der Conducting Competition ist Christian Noth, bis letztes Jahr Direktor des Wind Orchestra Baden-Wettingen. In seiner Funktion ist er Teil des Fachgremiums, das die Teilnehmenden für den Wettbewerb nominierte, der vom 10. bis 13. September in Baden ausgetragen wird.

Dieses Jahr stellen acht junge Dirigenten und eine junge Dirigentin in Baden ihr Können unter Beweis. Um den Titel kämpfen mit Cristian Alvarez-Olaya (1992) aus Lausanne VD, Zeno Schmidiger (1993) aus Küssnacht am Rigi SZ, Julia Wyser (1997) aus Weinfelden TG, Emile Sanglard (1995) aus Porrentruy JU, António Novais (1995) aus Guin FR, Romain Gili (1999) aus Kriens LU, Lukas Niederhauser (1999) aus Trubschachen BE, Emmanuel Bobst (2002) aus Oensingen SO und Luca Belz (1997) aus Zollikofen BE Talente aus der ganzen Schweiz.

Facetten des Dirigierens

Während der Vorrunde am 10. und 11. September steht die Probenmethodik im Zentrum der Aufmerksamkeit. Die neun zugelassenen Teilnehmenden erarbeiten während je 20 Minuten mit einem Blasorchester – in diesem Fall mit dem Wind Orchestra Baden-Wettingen – eine dem Orchester unbekannte Komposition. Der Wettbewerb findet im reformierten Kirchgemeindehaus in Baden statt und beginnt jeweils um 19.30 Uhr. Im Anschluss an den zweiten Tag der Vorrunde gibt die Jury die sechs Halbfinalteilnehmenden bekannt.

Am Samstag, 12. September, steht der Halbfinal im Kurtheater Baden auf dem Programm. Die Dirigierenden erhalten fünf Minuten Zeit, um mit einer Brassband – heuer mit der Brassband Emmental – eine dem Orchester bekannte Komposition zu proben. Anschliessend wird dieses Werk direkt aufgeführt. Dabei liegt das Augenmerk auf der Dirigiertechnik. Auf der Basis der gezeigten Leistungen wählt die dreiköpfige Jury sodann die drei Finalteilnehmenden aus.

Der Final am 13. September im Kurtheater ist zweiteilig. Im ersten Teil studieren die Finalteilnehmenden dieses Jahr während je 45 Minuten mit dem Symphonischen Blasorchester Schweizer Armeespiel eine dem Orchester bekannte Komposition ein. Der Fokus liegt dabei auf der Interpretation. Im Rahmen des Galakonzerts im zweiten Teil des Finals werden diese Kompositionen sowie das Werk «Ab Uno» aufgeführt. Für Letzteres steht Théo Rossier am Dirigierpult. Mit seiner Komposition gewann er den Wettbewerb der Musikkommission des Schweizer Blasmusikverbands, den dieser letztes Jahr im Hinblick auf den 25. Todestag des bedeutenden Schweizer Komponisten Paul Huber lanciert hatte. Halbfinal und Final beginnen um 17 Uhr. Beide Abende werden mit einem Galakonzert des aufspielenden Orchesters abgerundet. Sowohl die Vorrunde als auch der Halbfinal und der Final sind öffentlich, der Eintritt ist frei.