Motocross-Fahrer geben Vollgas
Ehrendingen: 5000 Zuschauer und 470 Fahrer: Das OK des Motocross-Rennens zieht nach der zweiten Austragung eine positive Bilanz.
«Unser Fazit ist extrem positiv. Normalerweise kommen etwa 300 Fahrer zu solchen Rennen, in Ehrendingen waren es übers Wochenende 470», sagt OK-Chef Oliver Pavioni. Zusammen mit dem Vorstand des Vereins Motorsport Lägern und Freiwilligen hat er den Anlass organisiert. Während des Telefoninterviews am Montagabend ist er mitten in den rund dreitägigen Aufräumarbeiten. Am Rennen ist er nicht mitgefahren. «Das hat mich am Sonntag schon etwas gefuchst. Aber wenn ich einen Helm aufsetze, dann muss ich zu 100 Prozent auf die Fahrt konzentriert sein, als OK-Chef konnte ich das nicht», sagt er. Konzentriert waren jedoch die Fahrer: Gemäss Pavioni gab es keine Unfälle, nur ein paar Schrammen.
Das erste Rennen vor einem Jahr wurde in der Landwirtschaftszone zwischen Ehrendingen und Freienwil durchgeführt. Dieses Jahr fand es vollständig auf Ehrendinger Boden, in der Böndlern Richtung Lengnau, statt. «Es wäre einfacher, das Rennen immer am gleichen Standort durchzuführen. Doch das geht wegen der Fruchtfolge auf den Feldern nicht», so Pavioni. Er hofft, dass zwischen den beiden Standorten gewechselt werden kann. «Ansonsten müssen wir nächstes Jahr allenfalls aussetzen.»
Sport und Zusammenhalt
Trotz grossem Aufwand wollen die acht Mitglieder des Vereins Motorsport Lägern weiterhin Rennen organisieren. Zu diesem Zweck wurde der Verein vor zwei Jahren schliesslich gegründet. «Es begann, wie so oft, mit einer gemeinsamen Leidenschaft: Motocross», schreiben die Vorstandsmitglieder auf der Vereinswebsite. Man habe sich regelmässig zum Training auf den Äckern befreundeter Landwirte getroffen, die selbst vom Motocross-Fieber erfasst worden seien. «Eines Abends, nach einem lockeren Training und einem gemütlichem Austausch, entstand eine Idee: Warum nicht ein eigenes nationales Rennen organisieren? Der Gedanke liess uns nicht mehr los – und so wurde aus einer spontanen Vision ein konkretes Projekt», heisst es weiter.
Für Oliver Pavioni ist das Motocrossfahren mehr als ein Sport: «Mich fasziniert das Zusammenspiel zwischen einem sehr anspruchsvollen Sport und dem Zusammenhalt mit den Leuten auf der Rennstrecke.» Oft verbringe man das ganze Wochenende auf der Rennstrecke und campiere auf dem Gelände nebeneinander. In Ehrendingen massen sich Fahrerinnen und Fahrer in verschiedenen Kategorien. Neben Nachwuchs-, Hobby- und diversen Rennläufen der nationalen Amateurmeisterschaft (NAM) fand ein 75-minütiges Enduro-Rennen statt.







