«D Beiz brennt» bei der Hauptübung

Die Feuerwehr Untersiggenthal demonstrierte ihre Bereitschaft im Ernstfall.Bild: PG
Die Feuerwehr Untersiggenthal demonstrierte ihre Bereitschaft im Ernstfall.Bild: PG

Untersiggenthal: An der diesjährigen Hauptübung unter dem Motto «D Beiz brennt» demonstrierte die Feuerwehr ihre Einsatzbereitschaft.

Die Feuerwehr Untersiggenthal hat ihre diesjährige Hauptübung am 9. September den äusseren Gegebenheiten angepasst. Sie demonstrierte, dass die Anfahrt zum «Brandobjekt» ohne Martinshorn erfolgen kann und ein effizienter Einsatz der rund 100 Feuerwehrdienstleistenden nach der langen Trockenperiode unter sparsamer Verwendung von Wasser möglich ist. Trotzdem wurde alles unternommen, um den Angehörigen der Feuerwehr Gelegenheit zu geben, das Gelernte umzusetzen, und der zahlreich erschienenen Bevölkerung sowie den Angehörigen benachbarter Feuerwehren einen Einblick zu gewähren.

Der zurzeit geschlossene Gasthof Löwen an der Dorfstrasse bot sich als Übungsobjekt an, und so wurde die Strasse von der Verkehrsgruppe der Feuerwehr rechtzeitig gesperrt und eine Umleitung für den Verkehr eingerichtet.

Rettungen hatten Priorität

Im Übungsszenario war ein sich ausbreitender Küchenbrand im Gasthaus der Auslöser für den Feuerwehreinsatz. Mittlerweile war zudem ein Übergriff der Flammen auf den rückseitigen Anbau zu verzeichnen. Der neue Offizier und Übungsleiter Gian Truttmann erläuterte dem Publikum sowohl die Schadenlage als auch die beabsichtigte Personenrettung sowie den Einsatz der erforderlichen Mittel. Unterstützt wurde er vom neuen Chef Pikett, Roger Erne.

Einsatzleiter Philipp Puliafito zog aus den eingehenden Informationen die richtigen Schlüsse und liess eine mit einer Beinverletzung im Keller liegende Person vom Atemschutz retten. Die Sanität kümmerte sich um die verletzte Person bei der Sammelstelle, bis die angeforderte Ambulanz eintraf.

Noch während Schläuche ausgerollt und Hydranten in Betrieb genommen wurden, um den ausbreitenden Flammen und einer starken Rauchentwicklung, die den Einsatz eines Lüfters erforderlich machte, zu Leibe zu rücken, wurde den Einsatzkräften die Rettung von zwei steigfähigen Personen aus dem ersten Obergeschoss über die Leiter übertragen.

Zwischenzeitlich konnte die sich im Küchenbereich befindende Person vom Atemschutz geortet und gerettet werden. Der belastende Einsatz hatte zu Folge, dass ein Angehöriger der Gruppe Atemschutz kollabierte. Als er ebenfalls aus dem Gefahrenbereich gebracht worden war, erholte er sich Schritt für Schritt. Die ganze Übung war geprägt von Besonnenheit und stiller Effizienz. Nach knapp einer Stunde war der Brand gelöscht, und alle im Gebäude befindlichen Personen waren gerettet.

Ziele erreicht

Gemäss Übungsleiter Gian Truttmann war die diesjährige Hauptübung für die Teilnehmenden anspruchsvoll. «Obwohl da und dort kleinere Mängel auftraten, habt ihr gezeigt, dass ihr euer Handwerk versteht», hielt er nach der Übung fest. Mit einer intakten Mannschaft, an der die Frauen einen Anteil von etwa 25 Prozent haben, konnten die Ziele erreicht werden.

Im Anschluss genossen die Teilnehmenden sowie die Zuschauerinnen und Zuschauer in der Sickinga-Halle das von Stefan Früh und seiner Crew zubereitete Nachtessen, in dessen Rahmen die Verabschiedungen und Beförderungen stattfanden: Sdt. Tanja Scherer zur Gefreiten, Sandra Umbricht zur Gruppenführerin, Kpl. Pajtim Jakupi zum Wachmeister sowie Kpl. Gian Truttmann zum Offizier.